#wenigerundwertvoll kommt zurück

Nachdem ich heute genau vor einem halben Jahr beschlossen hatte, ein Buch zu schreiben ist es hier auf dem Blog sehr still geworden. All meine Zeit Energie und Schaffenskraft ist in das Buchprojekt geflossen. Und tatsächlich ist es nun vollbracht. Die erste Auflage (es ist eine miiiini Auflage an selbst gebundenen Büchern) ist gedruckt und gebunden und ich werde es in wenigen Tagen zum ersten Mal in den Händen halten. Die letzten Texte habe ich schon vor einigen Wochen fertig geschrieben, beziehungsweise fertig korrigiert. All die Monate dachte ich: wenn ich erst einmal die Buchtexte fertig geschrieben habe, werde ich wieder bloggen. Ich habe mich darauf gefreut. Und nun- saß ich schon einige Male vor dem PC und wollte etwas schreiben. Aber- es passierte nichts. Ich habe seit der Abgabe keinen einzigen Satz geschrieben. Der Wiedereinstieg und die Umstellung sind größer als ich dachte. Zu bloggen und ein Buch zu schreiben sind nämlich sehr verschiedene Dinge- und ich habe einige Zeit gebraucht um mich an das Texte Schreiben für das Buch zu gewöhnen. Nun scheine ich mich so gut daran gewöhnt zu haben, dass der Schritt zurück zu den Blogtexten schwierig ist.

Lange Rede, kurzer Sinn: um den Wiedereinstieg zu bewältigen, habe ich mich entschieden mit einem Artikel aus der Kategorie #wenigerundwertvoll zu beginnen, der kurz und knapp und spontan sein wird.

Wollschätze pimpen

Gute Materialien sind mir das wichtigste bei Kinderkleidung. Außerdem, dass sie unter fairen Bedingungen hergestellt sind und möglichst lange haltbar. Aber auch das Aussehen der Kleidung ist mir wichtig. Ich mag schlichte, feine Dinge. Am liebsten mag ich sie auf dem Flohmarkt oder von Hand gemacht kaufen. Zum Glück werde ich oft auf Flohmärkten fündig- diese Schätze sind mir besonders wertvoll. Nicht nur, dass man sie oft für sehr wenig Geld bekommt sondern auch weil ich mich darüber freue, etwas zu nutzen, was nicht extra produziert wurde, sondern was schon einmal genutzt wurde. Und oft sind es auch so besondere Dinge, die man in Geschäften gar nicht kaufen könnte. Manchmal sieht man den Dingen an, dass sie schon gebraucht sind und sie können ein wenig Liebe vertragen um wieder in neuem Glanz zu erstrahlen. In den letzten Wochen habe ich einige Kleidungsstücke mit Nadel und Faden verschönert doch das ist nicht immer möglich.

 

So wie bei dieses kleine Hemdchen. Es ist handgestrickt und offensichtlich schon mit viel Liebe von einem Kind getragen worden, es ist am Halsausschnitt sehr stark verfärbt. Schnitt und Material gefallen mir sehr gut, doch die Flecken sind mir zu dominant, so dass ich es nachdem ich zuvor vergebens versucht hatte die Flecken zu entfernen, heute kurzerhand färbte. Nicht nur das Ergebnis ist phänomenal sondern allein der Prozess hat mir so viel Freude bereitet, dass ich euch gerne davon erzählen möchte.

Wollkleidung mit Avocado färben

Zur Zeit lese und sehe ich viel von natürlich gefärbter Kleidung mit oft wunderschönen Ergebnissen. So richtig habe ich mich jedoch nicht daran getraut denn es klang doch irgendwie aufwendig. Heute hat mich die Lust aber gepackt und ich habe eine ganz simple Variante gewählt.

Die Fruchtreste an der Schale und dem Kern einer Avocado entfernen, den Kern zerteilt und mit der Schale zusammen in 2 Liter Wasser für eine Stunde köcheln lassen. Das Wasser abkühlen lassen und anschließend die Kleidungsstücke hinein gegeben und zwei Stunden darin liegen lassen. Dabei darauf achten, dass sie immer von Wasser bedeckt sind und immer mal wieder vorsichtig umrühren.

Anschließend mit Wasser ausgespült, bis das Spülwasser klar ist, danach zum Trocknen aufhängen.

 

Wie “haltbar” die Farbe ist, kann ich noch nicht beantworten. Da Wollkleidung aber eh so selten und so schonend wie möglich gewaschen werden sollte (also am besten nur dann, wenn es wirklich nötig ist und nur per Hand), mache ich mir darum keine Sorgen.

 

 

Nun werde ich auf “Veröffentlichen” klicken und damit hoffentlich den Wiedereinstieg ins Bloggen schaffen. Ich bin gespannt, ob überhaupt noch jemand diesen Blog ließt? Wenn ja, lass es mich doch gerne wissen- ihr, meine Leser, seid es, die mich immer und immer wieder dazu gebracht habt zu schreiben. Ich glaube ein paar Anschupser von euch könnten mir sehr helfen, meinen Blog wiederzubeleben.

Herzliche Grüße, Jule

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