Die Schlafplatzgestaltung aus Elternsicht

Für viele werdende Eltern ist es eine große Freude, das Kinderzimmer für das Baby schon in der Schwangerschaft herzurichten. Möbel zu kaufen, sich über die Wandfarbe den Kopf zu zerbrechen und liebevoll Deko auszusuchen, macht viele werdende Mütter glücklich.
Zwingend notwendig ist das natürlich nicht, denn in den ersten Wochen und Monaten braucht das Baby hauptsächlich einen Schlafplatz und einen Wickelplatz, wenn dies von den Eltern gewünscht wird (über Ideen zu einem Wickelplatz kannst du hier mehr lesen).

Für das Baby der wichtigste Ort – außer dem Platz auf Mamas oder Papas Arm

Der Schlafplatz ist in der ersten Zeit für das Baby der wichtigste Ort, rein räumlich gesehen. Empfohlen wird, dass sich dieser im Schlafzimmer der Eltern befindet, doch ganz gleich in welchem Raum er ist, ist es sinnvoll, sich vor der Einrichtung des Schlafplatzes einige Gedanken zu machen. Natürlich spielen dabei Fragen eine Rolle, die euch als Eltern betreffen: Wo ist es für euch am praktischsten, das Kind in der Nacht zu versorgen? Was gefällt euch von der Ästhetik her? Wo ist genügend Platz für das Babybett?

Das Gefühl ist entscheidend

Eurem Kind ist es nicht so wichtig, ob die Wand in einem blassen Gelb oder einem kräftigen Grün gestrichen ist. Auch ob ihr euch für Erlen- oder Buchenholz entscheidet, ist nicht wichtig. Doch es gibt einige Dinge, die schon die ganz kleinen Babys wahrnehmen. Das ist vor allem ein Gefühl: das Gefühl, das ihr Eltern habt, wenn ihr das Baby in sein Bettchen legt. Ist es ein guter Ort, ein sicherer Ort, von dem ihr glaubt, dass euer Kind gut und geborgen schlafen kann, oder ist es ein Ort, den ihr mit Unbehagen betretet? Babys können die Welt noch nicht beurteilen und abschätzen. Aber sie haben sehr feine Fühler dafür, was ihr Eltern fühlt. Darum ist das Wichtigste, dass ihr selber euch an dem Schlafplatz eures Kindes wohl fühlt. Außerdem ist für euer Kind insbesondere in der ersten Zeit wichtig, sich nicht allein zu fühlen. Es spürt die Nähe zu euch Eltern ganz deutlich – auch dann, wenn ihr euch während seines Schlafes räumlich ein Stück entfernt – wenn ihr sofort reagiert und da seid, wenn es euch braucht.

Durch die Augen deines Kindes

Nun möchte ich dich einladen, dich einmal in dein Kind hineinzuversetzen und den Schlafplatz durch seine Augen zu sehen. Stell dir also vor, du bist noch sehr jung, ein paar Tage oder Wochen alt und liegst in deinem Bettchen. Deine Mutter hat dich gerade, nachdem sie dich viele Stunden im Tragetuch getragen hat und dein Bedürfnis nach Nähe und Körperkontakt gerade gestillt ist, hineingelegt. Du bist ziemlich müde, aber irgendwie findest du keine Ruhe in deinem Bettchen. Eigentlich ist es ganz schön, aber…

…über dir hängt etwas. Genau über deinem Kopf in deinem Blickfeld hängt etwas, in bunten Farben, die deine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Du kannst noch nicht abschätzen, ob es auf dich zukommt oder sich entfernt, denn dein Gehirn kann diesen visuellen Reiz noch nicht einordnen. Vielleicht bewegt es sich sogar und du kannst einfach nicht wegblicken. Erstens weil es dich zu sehr fesselt und zweitens weil es direkt über dir hängt und du dich noch nicht wegdrehen oder bewegen kannst. Vielleicht versuchst du danach zu greifen, aber erreichst es nicht.
Außerdem bist du dir nicht sicher, in welche Richtung sich deine Mutter entfernt hat. Da das Bettchen mitten im Raum steht, kannst du dich nicht orientieren, wo du dich befindest und von wo sich deine Eltern deinem Bettchen nähern – ein ziemlich beunruhigendes Gefühl.
Weil deine Eltern besorgt sind, dass du frieren könntest, haben sie die Heizung hochgedreht und dich sehr warm eingepackt. Dabei laufen sie selbst recht leicht bekleidet herum. Du schwitzt und das macht dir ganz schön Stress, denn du kannst dich selbst nicht aus dem Schlafsack befreien.
Wenn du schon etwas älter bist, versuchst du den Kopf zu drehen, doch die Matratze ist so weich, dass dein Kopf so weit einsinkt, dass du ihn nicht bewegen kannst, etwa so als ob du in Sand eingesunken wärst.
Obwohl du sehr müde bist und deine Grundbedürfnisse gestillt sind, magst du hier an diesem Ort nicht sein. Du rufst also laut nach deinen Eltern und bist froh, wenn sie dich wieder herausheben und du diesen Ort mit etwas Abstand von ihrem Arm aus ansehen darfst, um dann in kürzester Zeit in Ruhe und Geborgenheit auf dem Arm einzuschlafen…

Vielleicht klingt das für dich etwas überspitzt – das war ganz meine Absicht. Aber lass uns doch noch einmal in Ruhe die Erfahrungen, die viele Kinder in ihren Bettchen machen, ansehen.

Das Mobile über dem Bettchen bedeutet Stress

Zunächst einmal das Mobile, das über vielen Betten, Wiegen, Kinderwägen und Federwiegen hängt. Oft sieht es für unsere Erwachsenenaugen ganz besonders niedlich aus. Und tatsächlich hat es natürlich auch eine Berechtigung für unsere Kinder. Wenn Kinder einige Wochen alt sind, anfangen sich ihre Umgebung genauer anzusehen und ihr Blick an farbenfrohen Dingen haften bleibt, kann ein Mobile viel Freude bereiten. Setze es gezielt dann ein, wenn dein Kind wach und aufnahmefähig ist. Die Konzentrationsspanne von jungen Babys ist oft auf wenige Minuten begrenzt, beobachte dein Kind genau. Solange es Freude am Betrachten des Mobiles hat, lass es hängen. Wenn du merkst, dass es unruhig oder unzufrieden wird, nimm das Mobile wieder ab und schau, was dein Kind jetzt braucht. Schon die Kleinsten zeigen ziemlich genau, wann es ihnen reicht. Es sollte nicht dauerhaft über dem Gesicht deines Kindes hängen, weder am Schlafplatz noch sonst irgendwo.

Wenn die Gefahr von allen Seiten kommen kann

Babys haben zunächst noch keine räumliche Orientierung, darum ist es besonders wichtig, ihnen diese zu geben. Klare Abgrenzungen und räumliche Strukturen vermitteln Sicherheit. Am besten ist der Schlafplatz in einer Zimmerecke oder zumindest an einer Wand. Eine wunderbare Orientierung gibt ein Himmel über dem Bett. So ist der Schlafplatz auch nach oben begrenzt. Dieses „Höhlengefühl“ vermittelt den Kindern Sicherheit und Geborgenheit. Idealerweise liegt das Kind so, dass es im wachen Zustand in den Raum blicken kann und sich nicht erschrickt, wenn sich plötzlich jemand dem Bettchen nähert.

Schutz vor Überhitzung und die richtige Lagerung

Bevor du dein Kind zum Schlafen legst, solltest du immer für frische und kühle Luft sorgen. Lüfte den Raum mehrmals täglich, wobei du darauf achten solltest, dass dein Kind keinen Zug bekommt. Ein kaltes Näschen oder kühle Hände sind kein Problem. Ob es deinem Kind zu warm oder zu kalt ist, fühlst du immer im Nacken deines Kindes. Dort sollte es weder schwitzig noch kühl sein.
Überhitzung kann ein echtes Gesundheitsrisiko darstellen. Zieh dein Baby bitte nicht zu warm an und achte vor allem auf natürliche Materialien. Gerade im Bettchen haben Polyesterdecken und -Schlafsäcke absolut nichts zu suchen! Bitte kontrolliere dies noch einmal und tausche sie gegebenenfalls gegen Decken und Schlafsäcke aus Baumwolle oder Wolle aus. Richtige Bettdecken und alle Arten von Kopfkissen haben nichts (!) im Babybettchen verloren und sollten sofort entfernt werden. Kopfkissen (außer sie sind speziell für dein Baby von Experten wie Kinderarzt, Ergotherapeutin, Osteopath etc. empfohlen worden) sind schädlich für dein Kind, da sie dein Kind in eine unnatürliche Körperhaltung zwingen. Das kann zu Schmerzen und weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.
Die einzige und wirklich richtige Lagerung deines Kindes ist die auf einer festen Matratze ohne Kissen. Wie weiter oben beschrieben, ist es ziemlich unerheblich, für welches Bettmodell du dich entscheidest oder welche Farbe es hat. Die Matratze ist entscheidend und eines der wenigen Dinge, bei denen ich tatsächlich dazu raten würde, eine Investition in eine Neuanschaffung nicht zu scheuen.

Die richtige Matratze – die Basis
Ich weiß noch, als wir für unser erstes Kind eine Matratze kaufen wollten, war ich völlig erschlagen von dem Angebot. Wie sollten wir uns richtig entscheiden? Heute ist es etwas leichter – denn es gibt eine größere Transparenz. Die Emma Kids Matratze ist dafür ein Beispiel. Sie ist super durchdacht und alle wichtigen Aspekte sind transparent dargestellt und klar nachzuvollziehen. Sie ist sicher, stützend und schadstoffarm. Die Firma legt bei der Matratze das Augenmerk auf das Wichtigste und konzentriert sich darauf. So stehen die genannten drei Faktoren absolut im Vordergrund und geben euch als Eltern ein gutes Gefühl. Sie hat einen guten Härtegrad, auch etwas schwerere Kinder sinken nicht ein und liegen optimal auf der Matratze. Die Qualitätssiegel LGA Prüfzeichen vom TÜV Rheinland, Ökötex 100 und FKT Prüfsiegel „MEDIZINISCH GETESTET – SCHADSTOFFGEPRÜFT“ bestätigen den Eindruck von sehr guter Qualität. Ich rate dazu, die Matratze möglichst lange auszulüften, bevor sie verwendet wird. Sicher ist sicher – das gilt übrigens für alle Matratzen und auch alles andere, was neu für das Baby angeschafft wird.

Worauf es also ankommt, ist vor allem, einen Ort zu schaffen, an dem ihr eurem Kind das Gefühl geben könnt, dass es sicher aufgehoben und geborgen ist. Das Wichtigste ist eine gute Matratze und wenige, aber qualitativ hochwertige Textilien wie ein Schlafsack oder eine Decke aus natürlichen Materialien wie Wolle/Seide oder Baumwolle. Schön ist es, wenn der Platz räumlich begrenzt und kuschelig ist.


Dieser Artikel ist in freudlicher Zusammenarbeit mit Emma KIDS Matratze entstanden.

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