Kinderwägen. Sind für viele werdende Eltern ein großes Thema. Bei vielen Familien zieht der Kinderwagen schon viele Wochen vor der Ankunft des Kindes ein. Manchmal erscheint es mir so, als ob der Kinderwagen ein greifbares Symbol der anstehenden Veränderung ist. Ein klares Zeichen: wir bekommen ein Kind. Ausdruck der Vorfreude.

Und natürlich ist es auch eine greifbare Vorbereitung auf das, was eigentlich nicht greifbar ist: das Leben als Eltern. Eine der wenigen Sachen, die ganz konkret angegangen werden kann: „Welchen Kinderwagen kaufen wir?“ und tatsächlich kann man da sehr viel Recherche, Zeit und Geld rein stecken. Jede Familie setzt andere Maßsstäbe an den Kinderwagen, denn die Bedürfnisse sind verschieden. Möglichst klein und wendig – der richtige Stadtflitzer? Oder große, gut gefederte Reifen, um über Stock und Stein zu schieben?

Im Sinne von #wenigerundwertvoll können folgende Fragen an den Kinderwagen gestellt werden:

  • Besteht der Kinderwagen aus natürlichen Materialien, die nicht Schadstoffbelastet sind und das Kind, dass darin liegt sicher nicht durch schädliche Ausdunstungen gefährdet? (Ich konnte es selbst nicht glauben, als ich in einem Test las, dass einige Kinderwagenmodelle zumindest in der ersten zeit solche Ausdunstungen von Schadstoffen haben, dass dies gesundheitliche Folgen haben kann.)
  • Ist der Kinderwagen unter fairen Bedingungen in Deutschland hergestellt?
  • Besteht er aus hochwertigen Materialien, die sauber von Fachpersonen verarbeitet worden sind, so dass die Qualität so hoch ist, dass er nicht nach kürzester Zeit seinen Geist aufgibt? Im Idealfall kann er an mehrere Generationen weitergegeben werden und sollte doch einmal etwas altersbedingt kaputt gehen, repariert werden.
  • Ist er so umzubauen, dass nicht nur Babys sondern auch Kleinkinder damit gefahren werden können?

Zusätzlich kann natürlich noch bedacht werden, dass der Komfort für das Kind möglichst hoch sein sollte, der Kinderwagen schön aussieht (immerhin wird er euch eine Weile ein Begleiter sein!), und er funktional ist.

Das alles unter einen Hut zu bringen ist eine Kunst. Und es gibt jemanden, der hat es geschafft. Als ich vor über einem Jahr die Kinderwägen von Angel Cab kennenlernte, war ich verzaubert. Ja wirklich, richtig aufgeregt. Denn dieser Kinderwagen vereint alles, was ich mir wünschte und bis dahin nicht gefunden hatte. Nun bin ich sehr glücklich, dass Vinzent von AngelCab Teil des #Teamswenigerundwertvoll ist. Denn ihr werdet selbst lesen: AngelCab und das Projekt sind wie füreinander gemacht.

 

 

Stell dich und deine Arbeit doch bitte einmal vor:

Ich bin Vinzent, 27 Jahre und einer der Gründer von AngelCab. Schon während meines Studiums Soziale Innovation hab ich mich sehr für Nachhaltigkeit interessiert und dann mit zwei Freunden AngelCab Kinderwagen gegründet. Es hat dann fast drei Jahre gedauert bis wir das nötige Wissen und geeignete Partner wie Näherei, Metallbauer und Schreiner gefunden habe – ganz davon abgesehen alle Materialien zu finden die wir uns für einen natürlichen Kinderwagen vorstellten. Seit Anfang des Jahres wohne ich in Berlin und kümmere mich um unseren Berliner Showroom und das Büro.

Wir fertigen individuelle Kinderwagen aus natürlichen Materialien und achten dabei besonders auf den Komfort des Kindes, an zweiter Stelle denken wir erst an die Eltern. Das klingt komisch, ist aber eigentlich ganz einfach zu erklären. Komfort hängt bei einem Kinderwagen einerseits von der Federung als auch vom Platzangebot in Wanne und Sitz ab. Wichtig ist uns also ein hervorragend gefedertes Gestell mit Luftreifen und eine große Wanne und geräumiger Sitz. Die verwendeten Materialien spielen ebenfalls eine sehr wichtige Rolle, wir möchten daher soviel natürliche Materialien einsetzen wie möglich. Dies bringt auch alles Nachteile mit sich. Ein großer Kinderwagen benötigt mehr Platz und Stoffe aus Bio-Baumwolle sind einfach empfindlicher für Schmutz und UV-Strahlung.

Wie bist du dazu gekommen diese Label ins Leben zu rufen?

Wir wollten einen Kinderwagen herstellen der nicht nur aus natürlichen Materialien besteht sondern auch schön aussieht. Öko bzw. Bio wird oft als uncool dargestellt, wir wollten/wollen genau das Gegenteil beweisen. Aller Anfang war schwer, denn zunächst mussten wir uns all das Wissen aneignen und sehr viel probieren und testen. Zudem war es schwierig Partnerunternehmen zu finden, die noch in Deutschland fertigen. Lange haben wir gebraucht eine geeignete Näherei zu finden. Mittlerweile sind wir 12 Leute die zusammenbauen, korbflechten, sattlern und nähen. Wir arbeiten mit regionalen Handwerksbetrieben zusammen und vertreiben unsere Produkte nur direkt über unsere Webseite und Showrooms. Das war uns von Anfang an wichtig – ein hochwertiges Produkt zu erschaffen ohne wesentliche Mehrkosten gegenüber den Fachhandelspreisen.

 

Was ist dein Lieblingsprodukt?

Ein wirkliches Lieblingsprodukt haben wir nicht, momentan bin ich von unserer neuen, ab September erhältlichen, Kollektion mit GOTS zertifizierten Leinenstoffen von Libeco aus Belgien begeistert. Im Gegensatz zu Baumwolle können Leinen- und Flaxfasern in Mitteleuropa angebaut und verarbeitet werden. Unsere GOTS zertifizierte Baumwolle stammt hingegen aus der Türkei, also ein deutlich längerer und somit weniger nachhaltiger Weg. Außerdem benötigt Baumwolle deutlich mehr Wasser weshalb wir zukünftig mehr Leinenfasern und Schafschurwolle verwenden möchten.

Was bedeutet Nachhaltigkeit für dich und warum ist es für dich wichtig?

Nachhaltigkeit muss man immer in mehreren Dimensionen sehen. Wir haben viele Zulieferer und eine lange Lieferkette was es natürlich schwierig macht nachhaltigere Prozesse zu entwickeln. Hilfreich dabei sind Zertifizierungen wie der GOTS Standard, denn dieser schaut sich die ganze Lieferkette, also auch die Zulieferer an. Ist das Material sozialverträglich hergestellt worden, wie wird es weiterverarbeitet etc. – ganz schön viele Details also. Man muss ständig alles hinterfragen ob es nicht auch einen effizienteren oder auch suffizienteren Weg gibt das Problem zu lösen. So spielt natürlich auch die Nutzungsdauer als auch die Entsorgung oder Weiterverwertung eine wichtige Rolle. Wir versuchen daher z.Bsp alle Nebenprodukte wie Schafschurwolle und Stoffreste wiederzuverwenden und upzucyclen.

Was assozierst du mit dem #wenigundwertvoll?

Weniger und dafür von hoher Qualität. Auch wenn Qualität oft deutlich mehr kostet, lohnt es sich mehr zu investieren und dann länger etwas davon zu haben. „Zu arm für Schund“ war die Einstellung meiner Oma, Produkte zu haben die man lange nutzen und weitergeben kann, dafür teurer aber preiswert. Gerade bei Kinderprodukten ist weniger manchmal mehr, das zehnte Spielzeug zu besitzen und dann doch mehr Freude an dem Verpackungskarton zu haben.

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GIVEAWAY

1. Esel aus feiner Merinowolle mit Schurwollfüllung.

2. Große Decke (100x100cm) aus biologischer Baumwolle in der Farbe Beige/Natur.

Diese Beide Artikel werden mit Materialresten hergestellt – viele Atelier Stoffrechtecke ergeben eine Patchworkdecke, im Innenbereich der Merino Tiere befinden sich Schnittreste der Wollpolsterung eines AngelCabs.

3. Häschen Greifling/Rassel aus gehäkeltem Biobaumwollgarn.

4. Kinderwagenkette auf gehäkelter Biobaumwollkordel mit Holzperlen (in Leinsamenöl) und umhäkelter Biobaumwolle.

Wer teilnehmen mag, hinterlässt einfach einen Kommentar. Und alle sind herzlich eingeladen diesen Artikel zu teilen und Werbung für AngelCab zu machen.

Wer gewonnen hat, geben wir hier im Kommentarbereich am 20. September bekannt, der Gewinner/in hat dann 7 Tage Zeit sich zu melden, andernfalls verfällt der Gewinn und das Los entscheidet neu. Die Teilnehmer müssen volljährig sein, eine Barauszahlung ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wer hier kommentiert hat, kann auf den Instagram Profilen von Jule und AngelCab jeweils noch ein Mal zusätzlich in den Lostopf hüpfen. (Falls du diese Chance nutzen möchtest, schreibe in deinen Kommentar hier auf dem Blog bitte deinen IG Namen! Danke!)

Viel Glück!

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