Sophie strickt. Und hat Visionen. Darum freue ich mich, dass ich euch die Frau hinter dem kleinen Label Goldnuss heute als Mitglied von #Teamwenigerundwertvoll vorstellen kann. Sophie strickt für Babys und Kinder. Und nicht nur das, was sie strickt ist wunderschön, nein sie schafft es auch noch diese tollen Stücke in wundervollen Bildern ein zu fangen. Außerdem schreibt sie die tollsten Strickanleitungen. Darum erzählt sie heute nicht nur über ihre Arbeit und das was sie tut sondern zeigt auch einige Bilder und verlost ein zauberschoenes Set aus Jäckchen und Mütze an euch UND verschenkt an alle eine Anleitung für die Mütze, die selbst für Anfänger machbar ist und so so schön ist!

Stell dich und deine Arbeit doch bitte einmal vor!

Hallo, Ich bin Sophie, Architektin in Elternzeit und Mama von zwei kleinen Jungs. Der eine wird bald fünf, der andere ist anderthalb. 

{Zu uns gehört auch noch ein Papa mit einem ganz großen Herzen und einem Beruf, der ihn uns weniger lässt als es sein und unsere Herzen  sich wünschen würden.} 

Bevor ich Mama geworden bin, hab ich lange Jahre in einem großen Architekturbüro in großen Teams an sehr technisch geprägten Großprojekten wie Fußballstadien oder Flughäfen in aller Welt mitgeplant und finde es herrlich, mit dem Stricken eine Spielwiese gefunden haben für den ganz persönlichen, kleinmaszstäblichen, kleinteiligen, zauberschönen, naturverbundenen und etwas verträumten Teil meiner Kreativität.

So viel zu Stricken wie ich es mit Goldnuss tue – gab es nie als Plan, irgendwie isses mir eher passiert und ich bin gespannt wo es mich noch hinführt… “ 

Wie bist du dazu gekommen dein Label ins Leben zu rufen?

Der Klassiker: es fing an damit, dass ich in der ersten Schwangerschaft selbst Lust bekam, für mein Baby zu Stricken: ich hab immer schon gerne viel selbst gemacht und hatte zB früher meine Puppen bestrickt, behäkelt und benäht. {Meine Mama war Waldorf-sozialisiert und so bisschen, bisschen Öko-Nudel der frühen Stunde: wir hatten statt Barbies zwei Käthe-Kruse-Puppen, Mariechen und Adele. Die hatten Terracottaköpfe und Echthaar. Auf die musste man aufpassen. Die waren wertvoll. Und meine bekam ich auch erst zum 7ten Geburtstag – fühlte sich als grosse Ehre an. Wir haben BERGE von Kleidern für die produziert, meine Schwester und ich! Alles selbst ausgedacht. Für Puppen gabs ja keine Vorlagen oder Muster…}

Auf der Suche nach geeigneten Baby-Strickmustern war ich dann überrascht und enttäuscht: das, was es in Deutschland zB am Kiosk oder im Wollfachhandel an Heften oder Büchern mit Mustern für Babies und Kinder zu kaufen gibt, entsprach überhaupt nicht meinen Erwartungen: so viele unglückliche Passformen, Plastikgarne, kreischende Farben… und man musste immer gleich ein ganzes Heft kaufen, auch wenn einem nur – wenn überhaupt – ein einziges Muster darin gefällt! Was für eine Verschwendung an Gedanken und Papier!

In meinen Pekip – und Piklergruppen gabs dann dazu passend Mami’s deren Kinder komplett von Omi mit Dingen aus solchen Heften eingestrickt worden waren – und die Mami’s machten entschuldigende Späße darüber, die Schwiegermutter sei mal wieder nicht zu bremsen gewesen und man möge doch bitte über das Abricot-lilagefleckte Ungetüm von Pullover hinweg sehen, aber man hätte das ja nicht hätte ablehnen können, denn es stecke ja soooooo viel Liebe und soooooo viel Zeit drinn von der Omi …. und nun müsse das Baby das eben tragen, obwohl man es gar nicht schön fände und der Kopf zudem auch kaum durch den Halsausschnitt passe … Oh jeh! Ich war davon immer ganz betroffen: so traurig gelaufen- für beide Seiten, oder!??

Für meinen Großen hatte ich damals dann 2-3 Jäckchen gestrickt gehabt, die ich mir irgendwie aus verschiedenen Mustern zusammengeklaubt hatte. Seit dem weiss ich was eine schlechte Passform ist (!) aber das Gefühl, in der U-Bahn zu sitzen, mit meinem dicken Bauch, und auf dem Weg zur Arbeit diese kleinen Kleidungsstücke wachsen zu sehen und mir daran auch immer besser die Gestalt meines Kindchens vorstellen zu können werd ich nie vergessen! Das war großartig!

Dann war ich Mama. Und hab angefangen Mami-Bloggs zu lesen und da (natürlich) entdecken können, dass es ganz wunderbare Kinderkleidung gibt! In Bioqualität! Mit tollen Passformen, aus wunderschönen Stoffen, mit ganz viel Liebe von kleinen, feinen Labeln hergestellt…

Und dann kam mein Kind Nr 2 und Social Media und… die Ladies aus Skandinavien! Im Ernst! Bei den strickenden Insta-Mamas aus Skandinavien kann man herrliche Strickmuster finden für Babies und Kinder in tollen, inspirierenden Farben und super Passformen! Es gibt grossartige norwegische Webshops für Strickmuster – ganz easy per Download – seit dem kann ich – google übersetzer sei dank – auch auf norwegisch Stricken und irgendwann hab ich selbst auf Instagram Bildchen gepostet von meinem Baby in einem Ensemble aus Mütze und Jäckchen, das ich mir für ihn ausgedacht hatte … und aus der Welle an Interesse und Liebe für diese Mützchen – von der ich wirklich total überrumpelt worden bin – ist Goldnuss entstanden. Es kam eins zum Anderen: erst das Für-andere-Stricken, dann das Muster ausdenken und aufschreiben, der kleine Webshop, das photographieren, layouten etc.


Ich hab Architektur studiert und viel als Graphikerin gearbeitet: die ganze Arbeit an den Mustern macht mir mindestens genau so viel Spaß wie das Stricken selbst: das Photographieren und Texten und planen, das Labeling, das Packaging etc… herrlich!!

                

Jetzt kann man bei mir entweder Mützchen in Auftrag geben, die ich dann selbst in gewünschter Farbe, Größe und Modell stricke oder man kann sich die Strickmuster, die ich entworfen habe downloaden und sich selbst and Werk machen oder … die Omi beauftragen! 😉

Was ist dein Lieblingsprodukt?

Mein Isidorbonnet!
Das strickt sich so einfach und es sieht sooo knuffig aus! Die Passform ist super. Es ist alltagstauglich oder festlich, je nach Farbe oder Wolle, die man aussucht! Außerdem war es irgendwie der Startschuss zu allem anderen und bedeutet mir daher viel!

Was bedeutet Nachhaltigkeit für dich und warum ist es für dich wichtig?

Laut meinem ehemaligen Chef, einem Landwirtskind, bedeutete der Begriff „nachhalten“ ursprünglich für den Forstwirt, für jeden Baum, der gefällt wurde, ein neuen anzupflanzen. Der Forstwirt „erntet“ ja nie seine „eigenen“ Bäume, sondern immer die, die sein Vorgänger im Amt für ihn gepflanzt hat und er muss sich darauf verlassen können, dass sein Vorgänger für ihn genau so gesorgt hat, wie er für seinen Nachfolger den Ertrag nachhalten wird.

Diese irgendwie wunderschöne Haltung des Generationenvertrag unter Forstwirten beschreibt für mich genau das, was wir alle versuchen sollten als Haltung in unseren Umgang mit unserem Planeten einfließen zu lassen: die Zukunft mit zu denken bei dem was wir tun!

Ich versuche das mit goldnuss insofern, als ich durch die klassisch-schlichte Anmutung meiner Entwürfe, die Auswahl von zeitlos schönen Farben und hochwertigen Garnen hoffentlich Dinge herstelle, die so vielseitig und wertig sind, dass sie lange Jahre ihre Qualität behalten werden und ja, durch den persönlichen Kontakt mit den Kundinnen und den ganz individuellen Fertigungsprozess entstehen hoffentlich wirklich kleine Schätzchen, an denen Herzen und Erinnerungen hängen werden und die man daher hüten und bewahren und vielleicht auch gerne weitergeben wird: an’s nächste Kind, vielleicht die Enkel. {ich habe tatsächlich von meiner Schwiegermutter für meine Jungs kleine Strickkunstwerke geerbt, die sie damals für Ihr Baby, also meinem Mann, gemacht hatte und hab jedesmal fast geheult vor Rührung, wenn ich die meinen Kindern angezogen habe: wenn das mal nicht die nächste Generation mitgedacht war? 😉}

Was assoziierst du mit dem #wenigundwertvoll?

Handgefertigte, selbstgemachte Kleidungsstücke tragen nicht nur einen finanziellen Wert in sich, sondern sie bilden ja oft auch eine Beziehung ab, die noch viel wertvoller sein kann: Das EINE selbst- oder von der Omi mit ganz viel Liebe gestrickte Jäckchen fürs Baby, bei dem man selbst die Wolle und Farbe aussuchen konnte, weiß, wo die herkommt und welche Chemikalien eben NICHT drinn stecken, bei dem man sich vielleicht sogar an die Stunden in der U-Bahn erinnern wird, die man schwanger da saß und gestrickt und sich aufs Baby gefreut hat – so ein Jäckchen wird man ganz bestimmt aufheben und/oder auch noch sämtlichen Geschwistern anziehen. Das ist für mich #wenigundwertvoll. Die 5 billigen Pullover vom Discounter, die nach 2x Waschen ohnehin hinüber sind und von denen man weder weiß, was sie mit der Haut des Babies machen, noch was sie unserem Planeten antun oder dem Leben des 14 Jährigen Mädchens in Bangladesh, das sie für einen Hungerlohn genäht hat … die wird man nicht einmal mehr zum Kinderflohmarkt tragen, weil sie da auch keiner kaufen wird und weitervererben lohnt auch nicht, weil sie jede Form verloren haben. Am Ende landen sie – nach einem kurzen „Leben“ ungeliebt in der Altkleidersammlung und werden auf Müllverbrennungsanlagen unsere Atmosphäre befeuern… so traurig! So unnachhaltig! saving this planet from textile waist! ja! DAS wäre schön!

 

 

 

 

 

 

GIVEAWAY

Sophie hat für mich gestrickt. Also für den Blog. Unglaublich. Wochenlang waren wir im Kontakt. Haben überlegt, was gut hierher passen würde. Worüber ihr euch freut. Und herausgekommen ist ein zauberschoenes Set bestehend aus Jäckchen und Mütze. Sophie hat dabei nicht nur gestrickt. Nein, sie hat auch gerechnet, aufgeschrieben, probiert, wieder aufgemacht, neu gemacht. Fotografiert. Und so ist nicht nur das Set sondern auch die Anleitung für das Mützchen #selmabonnet entstanden. Ich bin ganz platt. Weil es so zauberschoen ist. Und vor allem: simpel. Das war uns wichtig. Etwas zu zaubern, was auch für Leute geeignet ist, die (noch) nicht so viel Strickerfahrungen haben.

Hier könnt ihr euch die Anleitung als PDF herunter laden: Ibook_Selmabonnet_Strickmuster_auf_deutsch

 

Zu gewinnen gibt es dieses zauberschoene Babyset, dass Sophie gestrickt hat, bestehend aus einer Mütze und einem Jäckchen passend für ein ganz kleines Menschenkind (0-3Monate).

Wer teilnehmen mag, hinterlässt einfach einen Kommentar. Und alle sind herzlich eingeladen diesen Artikel zu teilen und Werbung für Wollkleidung zu machen. Und natürlich für die Dinge, die Sophie so zaubert. Goldnuss.

Wer gewonnen hat, geben wir hier im Kommentarbereich am 7. September bekannt, der Gewinner/in hat dann 7 Tage Zeit sich zu melden, andernfalls verfällt der Gewinn und das Los entscheidet neu. Die Teilnehmer müssen volljährig sein, eine Barauszahlung ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wer hier kommentiert hat, kann auf den Instagram Profilen von Jule und Sophie (@goldnuss) jeweils noch ein Mal zusätzlich in den Lostopf hüpfen. (Falls du diese Chance nutzen möchtest, schreibe in deinen Kommentar hier auf dem Blog bitte deinen IG Namen! Danke!)

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