Bei dem Projekt geht es um zauberschoenen Kinderkram. Und Nachhaltigkeit. Insbesondere in Bezug auf Kindersachen ist ein Umdenken im Sinne von #wenigerundwertvoll #stattvielundbillig unbedingt notwendig. Dass das kein staubiges, dröges Weltverbessererthema, sondern ein zauberschoener Umgang mit den Dingen unserer Kinder ist, das möchte ich mit euch zusammen durch diese Challenge zeigen. Einfach weil es mich glücklich macht. Und auch dich glücklich machen wird. Schließ dich am besten gleich dem #Teamwenigerundwertvoll an und los geht es!

Da die Veränderung nicht gleich im großen Stil um die Ecke kommen muss, sondern im Gegenteil – viel echter und lebendiger in den kleinen Entscheidungen steckt, richtet sich die Challenge genau in diese Richtung. Sie soll dich im Umdenken stärken und deinen Blick auf die kleinen Dinge richten. Die wahrscheinlich größte Veränderung ist in unserem Konsumdenken möglich. Denn immer wenn wir etwas für unsere Kinder kaufen, können wir entscheiden: #wenigerundwertvoll oder viel und billig. Wenn jetzt also die ersten richtig warmen Tage kommen und wir feststellen, dass in dem Kinderkleiderschrank noch so einiges an frühlingstauglichen Kleidungsstücken fehlt, können wir uns entscheiden. Entscheiden, ob wir zu dem nächst besten Klamottendiscounter oder zur Großkette fahren (wo die Kleidungsstücke oft unter schlechten Bedingungen hergestellt werden und die Kleidung mit Giftstoffen belastet sind – mehr dazu hier) und dort viele, günstige Klamotten (nimm 3 – zahl 2) kaufen oder ob wir uns wenige, ausgewählte Kleidungsstücke gönnen, die eine tolle Qualität haben, unter fairen Bedingungen hergestellt werden und aus zauberschoensten Materialien hergestellt wurden. Diese Entscheidung ist weitreichend und deswegen eine wichtige Entscheidung.

Gerade jetzt im Frühling beginnt wieder die Flohmarktsaison. Vielleicht kannst du den einen oder anderen für dich entdecken und auf Schatzsuche gehen. Es gibt sehr große Unterschiede, was die Flohmärkte betrifft, lass dich nicht gleich entmutigen, wenn der erste ein Reinfall ist.

Eine gute Idee ist es, nicht nur nach den Dingen Ausschau zu halten, die man gerade wirklich braucht (zum Beispiel eine Regenhose in Gr. 80), sondern nach allen Schätzen Ausschau zu halten. In unserem Kleiderschrank finden sich zum Beispiel schon ein paar Sachen in größeren Größen, weil ich mir sicher bin, dass wir sie irgendwann gebrauchen werden können und ich sie dann hervorholen kann. Falls dir also eine tolle Regenhose in Gr. 104 begegnet, nimm sie mit, auch wenn du sie jetzt nicht gebrauchen kannst. Irgendwann wirst du sicher eine in dieser Größe brauchen.

Im Leben mit Kindern passiert es immer wieder, dass etwas kaputt geht: zerbricht, zerreißt oder durchgescheuert wird. Die einfache und schnelle Lösung ist dann: wegwerfen und neu kaufen. Doch das ist wenig nachhaltig. Stattdessen können die Dinge vielleicht repariert, verändert oder anderweitig genutzt werden? So kann aus einem Pullover, dessen Ärmel löchrig sind, vielleicht kurzerhand ein Frühlings-Pullunder werden? Die löchrigen Knie der Krabbelhose werden von schönen Flicken geziert und der Sandkasteneimer, der einen Sprung hat, kann vielleicht durch ein paar zusätzliche Löcher zum Sieb werden? Aus einem ausgeleierten Shirt kann vielleicht ein Segel für ein Segelboot werden? Klingt doch irgendwie dröge? Muss es nicht sein! Vor allem, wenn wir die Kinder teilnehmen lassen!

Und darum geht es in dieser Challenge: uns und vor allem der Welt zu zeigen, wie schön Nachhaltigkeit sein kann! Mir begegnen immer wieder im Alltag die #wenigerundwertvollen Dinge,  die #zauberschoenundnachhaltig sind. Zum Beispiel meine Flohmarktausbeuten oder das zum zigten Mal reparierte Holzspielzeug oder die von Hand gefertigten Kinderkleidungsstücke. Die Challenge ist also: finde und kreiere  deine ganz eigenen #wenigerundwertvoll Momente im Alltag und mache den Projektnamen zu deinem Mantra. Denn es ist ja tatsächlich so, dass wir uns neue Gewohnheiten angewöhnen können. Wenn bis jetzt die Gewohnheit war, sobald man etwas für das Kind „brauchte“, loszuziehen und  bei den bekannten, großen Modeketten mitzunehmen, was einem so in die Hände fiel, dann kann diese Gewohnheit umgewandelt werden. Dazu ist es hilfreich, sich einen Monat lang herauszufordern und strenger mit sich zu sein als üblich, einfach um in dieser Zeit ein Umdenken zur Gewohnheit zu machen.

In den kommenden vier Wochen versuchst du also dem Motto #wenigerundwertvoll möglichst treu zu sein.

Der wichtigste Teil der Challenge: wann immer du dich mit den Dingen deiner Kinder beschäftigst (also sowohl mit der Kleidung als auch dem Spielzeug), rufe dir das Motto #wenigerundwertvoll ins Gedächtnis und frage dich, was in dem Sinne die beste Entscheidung wäre:

 

  • Es wird etwas „neues“ benötigt: zum Beispiel eine Frühlingsjacke. Frage dich nun:
    • Brauchen wir sie wirklich?
    • Können wir sie uns irgendwo leihen?
    • Gibt es die Möglichkeit eine gebraucht zu erwerben? (Flohmarkt, Secondhand, Kleinanzeigen)
    • Gibt es eine nachhaltige, längerfristige Lösung? Anstatt eine Frühlingsjacke zu kaufen, die nur ein paar Wochen in Gebrauch sein wird, könnte vielleicht auch eine Kombination aus Wollpullover und Weste eine Möglichkeit sein? Die Kombi wird sehr viel mehr genutzt werden können.
    • Wenn etwas neu angeschafft werden soll – gibt es die Möglichkeit, ein kleines bisschen mehr Geld zu investieren, um ein Teil eines -Bio Labels zu kaufen, welches sich dann im Anschluss auch wieder gut verkaufen lässt?

 

  • Es ist etwas kaputt gegangen:
    • Gibt es die Möglichkeit, es zu reparieren?
    • Gibt es die Möglichkeit, etwas anderes daraus zu bauen oder zu basteln?

 

  • Es hat sich etwas (zu viel) im Kinderzimmer angesammelt:
    • Entrümple. Es wird dir und deinen Kindern gut tun, im Sinne von #wenigerundwertvoll die Kinderzimmer zu durchforsten. Weniger ist für Kinder fast immer mehr! Viele Kinder sind völlig überfordert, weil sie einfach zu viel Spielzeug haben. Das bedeutet, dass du als Erwachsener ihnen helfen solltest. Schau dir all die Dinge an und sortiere aus. Du musst die Dinge natürlich nicht wegwerfen oder weggeben. Sortiere zunächst in 2 Kategorien: 1. Darf im Kinderzimmer bleiben und 2. Soll raus aus dem Kinderzimmer. Mache eine Kiste mit den Sachen, die raus sollen und bringe sie anschließend in den Keller. So hast du immer noch die Möglichkeit deine Entscheidung zu revidieren.
    • Frage dich bei jedem Teil: Macht dieses Teil mein Kind glücklich? Die Frage ist tückisch, da sie leicht mit „ja“ zu beantworten ist, obwohl dem gar nicht so ist. Prüfe also, ob dem wirklich so ist. Und ob das auch so bleiben wird. Manchmal ist es ja so, dass Kinder sich mit einem Spielzeug wochenlang innig beschäftigen können. Und dann wird es irgendwann von einem anderen Spielzeug abgelöst. Natürlich fällt es uns dann schwer dieses Spielzeug auszusortieren. Trotzdem sollten wir es versuchen. Es soll ja nicht in den Müll, sondern nur erst einmal beiseite geräumt  werden. Natürlich räumen wir die aktuell meist bespielten und geliebten  Spielsachen nicht weg.  Aber trau dich ruhig die Regale erst einmal zu leeren, sie werden sich wie von Zauberhand wieder füllen.
    • Bei dem Kleiderschrank kannst du dir folgende Fragen stellen: Fange an mit: „Macht es glücklich?“  und sortiere nach „Ja“ und „Nein“ zwei Haufen. Den „Ja“-Haufen räumst du wieder in den Schrank ein. Nun schau dir den Schrankinhalt an: „Ist alles ausreichend da, was wirklich benötigt wird?“.  Sollten sich nun nur noch eine Hose und zwei Shirts im Schrank befinden, sieh den „Nein“-Stapel durch und ziehe die Dinge raus, die wirklich gebraucht werden. Sei da kritisch. Denn auch hier kannst du wie mit den Spielsachen verfahren: du musst sie nicht sofort entsorgen, sondern räumst sie erst einmal zur Seite.

 

Ein wichtiger Teil der Challenge ist, dass du dir überlegst, ob die hier von mir beschriebenen Ideen für dich stimmig ist. Es soll eine Herausforderung sein. Aber es soll dich auch nicht abschrecken. Darum prüfe bitte, ob dir mein Vorschlag noch zu wenig herausfordernd ist oder ob dir das schon total unmöglich scheint, so dass du gar keine Lust hast mitzumachen. Dann wandle sie so um, dass es sich gut anfühlt. Nimm diesen Teil bitte ernst, denn es geht ja um die Schönheit und Freude und die darf auf keinen Fall verloren gehen!

Der Kern ist das zauberschoene am Nachhaltigen. Suche also bitte die schönen Aspekte darin für dich. Fang sie ein. Gut geht das vielleicht in einem Foto. Oder in Worten. Und ein großer Ansporn ist es, dies mit anderen zu teilen. Vielleicht hast du schon einen Instagram Account? Oder du machst dir dort einen? Dann teile deine Bilder doch auch mit anderen! Denn die Inspiration ist so wertvoll! Schließ dich dem #Teamwenigerundwertvoll an! Oder schreibe auf deinem Blog davon und sag mir Bescheid, dann teile ich den Link gerne hier mit allen anderen Lesern! Oder berichte hier in den Kommentaren von deinen Erlebnissen.

Damit wir uns gegenseitig finden, nutze doch auf jeden Fall die Hashtags: #wenigerundwertvoll, #zauberschoenundnachhaltig und #Teamwenigerundnachhaltig

Ich freue mich so sehr auf deine Ideen und Inspirationen und werde dich natürlich auch an meinen teilhaben lassen!

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