Heute einmal ganz persönliche Worte von mir an euch. Als Mutter, als Frau.

Als ich zum ersten Mal Mutter wurde, geriet ich mit den Monaten in eine von mir nicht vorher gesehene Mama – Einsamkeit. Das Leben stellt sich bei uns Erstmüttern ja oft so auf den Kopf und bringt nicht selten eine Isolation mit sich. Eine kinderlose Freundin riet mir doch mal nach Blogs von Müttern zu suchen. Das würde mir sicher gut tun. Mich mit Gleichgesinnten aus zu tauschen. Ich fand damals keinen Blog der mir gefiel und sah auch keinen Nutzen darin mich mit anderen „Betroffenen“ also… Gleichgesinnten aus zu tauschen. Kurz darauf bin ich völlig versehentlich und ungeplant zur Bloggerin geworden. Angefangen hat es bei Instagram. Ich fand andere Mütter, die mich inspirierten und stellte fest, dass es sogar auch andersrum war. Da waren Frauen, die sich durch meine Worte berührt, inspiriert und bestärkt fühlten. Rein zufällig.

Und ich merkte schnell, wie sehr ich mich getäuscht hatte – der Austausch mit anderen Müttern tat mir als Mutter so gut – es bereicherte mich. So sehr.

{I am your parent
you are my child
I am your quiet place
you are my wild}
Heute steht mir die Nacht bevor.
Das Einschlafen.
Wegen der Angst schon bald aus dem Schlaf gerissen zu werden.
Funktionieren zu müssen.
Schlafen zu wollen.
Nerven bewahren.
Aber ich habe mich entschieden:
Heute Nacht nicht zu fragen warum.
Nicht an den nächsten Tag zu denken.
Nicht an die nächste Nacht.
Nicht daran, wie schwer es ist.
Sondern zu lieben.
Den Augenblick.
Den Zauber des engen Bandes zwischen mir und dem Baby.
Das Fels sein für diesen kleinen Menschen.
Ich werde Halt geben.
Meinem Kind Geborgenheit schenken.
Lieben.

 

Heute Nacht als ich das ins Bett gehen vor mir her schob – aus Angst vor einer weiteren schlaflosen Nacht mit Baby – fotografierte ich bei schlechtem Licht eine Karte aus meiner Hebammenpostkartensammlung, verfasste ein paar schnelle Worte aus dem Herzen dazu. Und postete es. Ohne Erwartungen. Ohne Hoffnungen. Und dann? Dann kamt ihr. Über 50 Kommentare von anderen Müttern und Frauen, die mir von ihren Nächten berichteten, die ebenso schwer sind oder waren. Oder die mir einfach nur eine gute Nacht wünschten. Und Frauen, die schrieben, dass sie froh sein meine Worte zu lesen. Zu wissen, dass sie nicht alleine sind.

Das überwältigt mich. Dass hier und da so viele Frauen sind, die an einem Strang ziehen. Mit mir. Miteinander. Das Gefühl nicht allein zu sein.

Und nach über drei Jahren Mutterschaft muss ich zugeben, dass meine Freundin recht hatte. Der Austausch mit euch, euer Beistand, diese virtuelle Gemeinschaft von Müttern ist für mich zu einer wichtigen Kraftquelle geworden.

So kam mir heute morgen die Idee, dass ich an eine von euch die Karte, die ich gestern auf Instagram gezeigt habe,´verschenken möchte. Und dann dachte ich, dass ich noch ein zwei Kleinigkeiten dazutue, über die sich wahrscheinlich jede Mama freut. Symbolisch also als Dankeschön für diese Gemeinschaft an Müttern.

Falls du dich als müde – Mama, nicht – mehr – müde – Mama oder noch – nicht – (müden) -Mama über einen kleinen Gruß von einer heute geht – so – müden – Mama freuen würdest, hinterlass doch gerne einen kleinen Kommentar, ich lose Sonntag Abend (29.01.22017) aus und die Post macht sich dann am Montag auf den Weg!

 

 

 

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