Als es am dritten Tag nach der Geburt an der Haustür klingelte, brachte mir meine Nachbarin großes Wochenbettglück. In Form von einem kleinen Kuchen aus ihrer Gefriertruhe. Der Kuchen machte mich glücklich. Sehr sogar. Denn er schmeckte nicht nur wunderbar, er gab mir viel Energie und füllte meinen oft leeren Magen, ohne, dass ich dafür viel vorbereiten/kochen musste. So gehörte es schnell zur morgendlichen Routine ein Stückchen von diesem leckeren Schätzchen aus der Gefriertruhe zu nehmen und bereit zu stellen für den Hunger, der sicher im Laufe des Tages ganz unerwartet um die Ecke kam. Der perfekte Wochenbettkuchen also.

image(2) Als ich das Rezept durchlas, bestätigte sich meine Vermutung: die Zutatenliste ist voll von wertvollen Zutaten, die eine frisch gebackene Mama braucht.

 

Der Boden besteht aus Mandeln, Datteln und Zimt. Die Mandel liefern viele ungesättigte Fettsäuren, Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium und Kupfer und auch grosse Mengen der Vitamine B und E. Dattel sind reich an Vitamin B und C und enthalten jede Menge Kalium und Eisen. Auch Magnesium und Kalzium sowie Ballaststoffe liefern die Datteln. Was genau das alles im Körper unterstützt und wofür es notwendig ist, beschreibe ich jetzt nicht genauer, festgehalten werden sollte aber, dass diese Inhaltsstoffe für viel Energie sorgen. Und die brauchen frisch gebackene Mütter ganz dringend.

 

Die Füllung besteht größtenteils aus Cashewkernen. Sie liefern nicht nur ähnlich wertvolle Mineralstoffe wie die Mandeln und Datteln, sie werden auch als echte Nervennahrung und Glücklichmacher bezeichnet. Wenn das nicht absolut passend ist für das neue Leben mit einem kleinen Baby. Das Kokosöl in der Füllung ist eines der natürlichsten Öle.

 

Doch ich entdeckte auch eine Zutat, die mir nicht optimal vorkam. Zitronensaft. Stillende sollten Zitrusfrüchte nur in geringen Mengen konsumieren, da diese bei manchen Babys zu harmlosen Reizungen im Windelbereich führen können. Meinem Kind hat es nichts ausgemacht (obwohl es sehr empfindlich ist) doch mein Ehrgeiz, das Rezept so umzuwandeln, dass ich es wirklich als perfekt bezeichnen mag, war geweckt. Ich experimentierte also rum, über Zitrone-einfach-weg-lassen über Apfelmuss-statt-Zitronensaft bis zu Zitronenöl probierte ich alles mögliche aus. Zum Glück haben meinem großen Kind alle Varianten geschmeckt, alleine hätte ich gar nicht alle Varianten probieren können. Nun habe ich die perfekte Lösung gefunden. Eine Mischung aus wenig Zitronensaft (ohne geht es geschmacklich einfach nicht!) und Zitronenöl (aus dem Biomarkt) ist für mich die optimale Lösung.Die angegebene Menge an Zitronensaft verteilt auf die gesamte Menge ist der gering und sollte kein Problem für den Babypopo darstellen.

 

Hier nun also mein Rezept für den weltleckersten Wochenbettkuchen

 

Zutaten:

Für den Boden

• 140g Mandeln

• 90g Datteln

• 2EL kaltes Wasser

• eine Prise Zimt

Für die Füllung

• 200g Cashews (natur- ungesalzen und ungeröstet, mindestens 2Std in Wasser eingeweicht!)

• Saft einer halben Zitrone

• 2 EL Zitonenöl

• 5 EL Reissierup (wer es süß mag gibt nach Geschmack mehr dazu)

• 60g Kokosfett

• 60ml Wasser

• ½ Vanilleschote

So wird es gemacht:

Zutaten für den Boden mixen/pürieren. Besonders lecker ist es, wenn die Datteln und Mandeln nicht ganz fein püriert sondern noch stückig sind. Eine kleine Springform mit Backpapier auskleiden und den Teig auf Boden verteilen und einen Rand (ca 2 cm) hochziehen.

Für die Füllung die Cashews abgießen und kurz mit klarem Wasser abspülen. Kokosfett vorsichtig in Topf schmelzen. Vanilleschote auskratzen. Alle Zutaten sehr fein mixen/pürieren. Füllung in die Form geben. Nun kann der Kuchen kann nach Belieben verziert werden, zum Beispiel mit Heidelbeeren, Zitonenabrieb oder auch Schokoraspeln.

Kuchen für mind. 2Std. in die Gefriertruhe stellen.

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Der Kuchen kann gefroren als Eistorte gegessen werden oder gekühlt als Kuchen. Am besten schmeckt er wenn er ca. eine Stunde bei Raumtemperatur oder im Kühlschrank auftauen konnte. Nach dem ersten Frieren lässt er sich gut in Stückchen schneiden und kann dann portionsweise im Gefrierfach aufbewahrt werden.
Ein letzter Gedanke von mir zu diesem Kuchen: wenn du dir selbst oder einer anderen jungen Mutter etwas tolles zur Geburt schenken möchtest, bereite diesen Kuchen doch schon in der Schwangerschaft vor und friere ihn ein, dann kann er gleich nach der Geburt Glücksgefühle auslösen. Und das natürlich nicht nur bei der frisch gebackenen Mutter. Sondern auch für die lieben Helfer, die sich um Mutter und Kind kümmern und auch eine Stärkung vertragen können. Oder alle anderen, die gerne einen tollen Kuchen genießen mögen.
Ich freue mich, wenn ihr berichtet, für wen ihr diesen Kuchen zaubern wollt oder auch an wen ihr dieses Rezept als kleinen Wink mit dem Zaunpfahl weiterleitet habt (denn dieser Kuchen lässt sich sogar von ungeübten werdender-Papa-oder-Opa-Händen wunderbar zubereiten.)

 

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