In den Tagen und Wochen nach der Geburt, wünsche ich jeder Frau, dass sie sich erholen kann. Von der Schwangerschaft. Und der Geburt.
Ich wünsche ihr, dass sie diese intensive Zeit möglichst unbelastet und unbeschwert erleben kann.
Dass sie langsam in die Rolle der (Mehrfach-) Mutter hineinwachsen kann und vor allem, dass sie sich an ihrem Kind erfreuen kann. Dass sie es kuscheln und küssen kann. Stillen und Halten. Wiegen und Trösten.
Das alles kann nur gelingen, wenn sie sich nicht sofort zurück in den Alltag begeben muss. Wenn sie nicht gleich wieder all die Aufgaben übernehmen muss, die sie sonst erfüllt. Wenn sie Unterstützung und Hilfe erfährt und wenn sie die Möglichkeit hat sich versorgt zu fühlen, ohne selbst viel Energie Aufzuwenden. (Darüber hatte ich HIER und HIER schon einmal ein paar weitere Gedanken aufgeschrieben.)
Heute möchte ich etwas konkreter werden. Wie können wir uns das Wochenbett so gestalten, dass es möglichst entspannt abläuft, ohne dass das totale Familien-Haushalts-Chaos ausbricht? Denn natürlich gibt es Dinge, die auch weiter laufen müssen, wenn gerade ein neues Familienmitglied geboren ist.
Da gibt es die Wäsche, die sich nicht von allein Wäscht, die Geschwisterkinder die betreut werden wollen und das Badezimmer, das ab und zu geputzt werden muss. All das, können wir Frauen vorübergehend an andere Hände abgeben.
Und dann gibt es noch das große Thema Essen. Und das kostet viel Energie. Sehr viel. Das fängt bei der immer wiederkehrenden Frage: „was wollen wir heute essen?“ an, geht über den Einkauf und dann das Kochen. Und das Abspülen. Damit vergeht schon mal ein Drittel eines Tages. Ein Drittel des Tages, an dem die frisch gebackene Mama und/oder der Papa nicht im Bett kuscheln können, nicht gemeinsam träumen und genießen können.
Doch genau dieser Punkt lässt sich super vorbereiten und dadurch kann sehr viel Energie und Zeit gespart werden. Eine riesen Entlastung für diese schöne Anfangszeit!
Beginnen wir mit einer Liste, welche Möglichkeiten es gibt, um an „schnelles aber gesundes (sehr wichtig um zu Kräften zu kommen und für Stillende) Essen“ zu kommen:
• eingefrorene und eingemachte Vorräte: in den Wochen vor der Schwangerschaft kann man gut 1-2 Portionen mehr kochen und einfrieren oder einmachen. (Tomatensoße, Gemüsesuppe, Lasagne etc.)
• Mittagstisch vom Lieblingsrestaurant um die Ecke: schon vorab klären, ob es (ausnahmsweise?!) die Möglichkeit gibt, den Mittagstisch telefonisch vorzubestellen und dann nur kurz rein zu schauen um es abzuholen.
• beste Freundin und Schwiegermutter: ein super Geschenk zur Geburt: in den ersten Wochen nach der Geburt Wöchentlich 1x bekocht zu werden. Die Schwiegermutter kann vielleicht einen Eintopf zaubern, die beste Freundin bringt geschnippeltes Gemüse und Kartoffelspalten mit, die dann nur noch in den Ofen geschoben werden müssen.
• Lieferdienste: eine Liste an Lieferservice anlegen. (Wo können wir guten Gewissens zwischendurch Essen bestellen, das vielleicht ein paar mehr Vitamine beinhaltet als eine Pizza?)
• schnelle und einfache Gerichte sammeln: und aufschreiben! (Zum Beispiel: Nudeln mit Pesto, Großer Salat mit Backkäse, Vollkornbrot mit Spiegelei, Milchreis mit Apfelmus) Und zu jedem Gericht eine Einkaufsliste, welche Zutaten benötigt werden. Dann kann Frau sich einfach ein Gericht aussuchen, der Nachbarin die eh zum Einkaufen geht den Zutatenzettel mitgeben. Dann kann der Mann, die Oma oder sogar die Nachbarin ohne viel Aufwand ein Essen zaubern.
Vorbereitung ist in dieser Angelegenheit so wertvoll. Und weil ich mir vorstellen kann, dass die eine oder andere sich jetzt fragt: „und wo fange ich jetzt an?“ möchte ich euch einladen, hier eine gemeinsame Sammlung anzufangen.

 

Wenn jede von uns ihr „einfach aber lecker“ Rezept, das doch fast jeder in seinem Repertoire hat, hier teilt, haben wir ganz sicher ganz schnell eine wundervolle Liste! Und die lässt sich natürlich nicht nur fürs Wochenbett verwenden sondern auch für all die turbulenten Tage mit Kind.
Meine große Bitte an euch lautet also: bitte schreibt mir doch in die Kommentare euer liebstes „einfach aber lecker“! Ich bin mir sicher, dass viele Frauen (incl. mir) sich sehr darüber freuen werden, denn alles was unser Leben mit Kind(-ern) erleichtert, ist einfach Gold wert!
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