Ein Artikel darüber, was eine frisch gebackene Mutter kurz nach der Geburt gut brauchen kann.

Gemütliche Kleidung, leckeren Tee, eine kuschelige Decke und ein volles Gefrierfach. Das ist klar. Das tut gut und ist sinnvoll. Aber hat sie dann alles was sie braucht, damit es ihr richtig gut geht?

Ich bin damit nicht zufrieden. Mir fehlen die frischen Blumen. Und noch etwas.

Also stelle ich mir vor: ich besuche eine frische Wöchnerin kurz nach der Geburt zum ersten Mal. Ich überlege mir im Vorfeld, was das Ziel meines Hausbesuches ist. Wie ich es mir vor jedem meiner Hausbesuche überlege. Das Ziel bei diesem ersten Hausbesuch wird es sein, Ruhe in die Familie zu bringen. Erdung. Dieser kleine Erdenbürger wurde so lange erwartet, herbeigesehnt und mit Freude empfangen. Und obwohl sich alle so intensiv auf die Ankunft vorbereitet haben, schweben plötzlich alle. Sie schweben. Im Glück, in Liebe und auch ein bisschen in der Orientierungslosigkeit. Das ist wunderbar. Denn jetzt beginnt diese Zeit, die man sich so oft vorgestellt hat- und doch auch irgendwie keine Ahnung hatte wie es wirklich sein würde. Einmalig. Auch wenn es nicht das erste Kind ist. Herrlich.

Ich versuche also bei meinem ersten Besuch Ruhe in die Familie zu bringen. Vertrauen und Gelassenheit. Selbstbewusstsein. Das möchte ich alles da lassen, wenn ich die Tür am Ende meines Besuches hinter mir zu ziehe. Ich verteile es großzügig, wärend ich mir den Geburtsbericht der Frau anhöre, das gelbe Heft durchblättere, dem Vater zusehe, wie er das Kind auszieht, das Kind untersuche und wiege. Ich gebe davon so viel ich kann. Und beim nächsten Besuch und bei allen folgenden ebenso. Einen ganzen Haufen Ruhe, Vertrauen, Gelassenheit und Selbstvertrauen trage ich im Laufe der Wochen in diese Familie, in diese Wohnung.

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Denn das ist es, was die Familie und vor allem die Mutter braucht. Bestärkung.

Und deswegen gehört es für mich ganz oben auf die

Liste was eine frisch gewordene Mutter braucht:

1. Ein Mantra

Ein Mantra, das dich stärkt und dich trägt. Schreib es dir auf. Häng es über dein Bett, über den Wickelplatz. Und an den Külschrank. Und ins Badezimmer.

Eine Erinnerung an dich selbst: Ich bin gut genug. Und vor allem, speichere es in dir. Mache es zu deiner eigenen Überzeugung. Wenn dieser Punkt erledigt ist (fang damit früh genug an! Also am besten vor der Schwangerschaft. Oder in den ersten Schwangerschaftswochen. Oder Jetzt. Ganz egal.) kannst du den Rest der Liste abarbeiten.

2. Frisches, gutes Essen

Es ist sehr hilfreich schon vor der Geburt einen Essensplanzu erstellen. Einen Plan, was es schnell und gut zu essen geben kann. Also:

  • Was ist im Gefrierfach vorhanden und muss nur aufgetaut werden
  • Welche Gerichte können schnell und unkompliziert vom Papa zubereitet werden
  • Welche Freundin, Tante, Nachbarin kocht die beste Gemüsesuppe, Quiche, oder Nudelsalat (Am besten schon vor der Geburt fragen, ob die Leckereien vielleicht telefonisch und spontan geordert werden können- viele freuen sich den frisch gebackenen Eltern helfen zu können!)
  • Bei welchem Liferservice kann unkompliziert ein stillfreundliches Menü bestellt werden

Denn natürlich kann man das auch täglich neu überlegen. Aber tatsächlich verändern sich die Prioritäten und so eine kleine Hilfe kann Gold wert sein und die überschüssige Energie kann in anderes gesteckt werden.

3. Hilfe im Haushalt

Auch diese kann und sollte schon in der Schwangerschaft organisiert werden. Denn so eine Hilfe (nicht nur in den ersten Tagen sondern in den ersten Wochen, insbesondere wenn der Papa bald wieder arbeiten gehen muss) ist oft nicht leicht anzunehmen und auch oft schwierig zu organisieren.

Hier ein paar Ideen, wie es gut funktionieren kann:

  • eine “Standart Einkaufsliste schreiben” also all die Dinge, die immer mitgenommen werden: Milch, Butter, Eier, Klopapier, Brot… Bei Bedarf, kann dann einfach weggestrichen/hinzugefügt werden und der Nachbarin oder Schwiegermutter in die Hand gedrückt werden.
  • in die familieninterne Waschkunst einführen. WIe wird welche Wäsche bei wieviel Grad gewaschen? Vielleicht erklärt sich der frisch gebackene Opa bereit die Wäsche in den ersten Wochen zu übernehmen? Dann schon vorweg alles erklären und beschriften und bereit legen.
  • Aufgaben im Familien und Freundeskreis verteilen

4. Wohlfühl Utensilien

Stell dir vor, du has seit eniger Zeit eher wenig geschlafen, schon länger nicht mehr wirklich Zeit im Badezimmer verbracht und an die letzte Mahlzeit am Tisch erinnerst du dich nicht mehr genau. Ein Szenario, das nicht so kommen muss, aber kann. Nun aber hast du eine kleine Pause und kannst dir Zeit für dich nehmen und es dir richtig schön machen, bevor es weiter geht. Was brauchst du dazu?

  • gemütliches(sauberes) Outfit
  • Lieblingssüßigkeit
  • warmes Bad mit Rosenduft
  • Bodylotion
  • frisch bezogenes Bett
  • lieblings Musik

Finde es heraus und stell es dir bereit. Ein Körbchen voll Pause. Auch wenn es nur 5 Minuten sind.

5. Frauenkram

  • Stilltee
  • Stillkomatible Wäsche
  • Stilleinlagen
  • Binden
  • Salbe für die Brustwarzen
  • evtl. ein Stillkissen

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Liebe frisch gewordene oder bald Mama,

ich möchte dir mein Schild mit auf den Weg geben: You are enough.

Wirklich. Du bist die beste Mutter für dein Kind. Du tust was du kannst und das ist genug. Vergiss die Perfektion. Wer weiß schon, wie es gut oder gar ideal läuft? Du machst es gut genug. Vertraue darauf.

Nimm Hilfe an, wenn Hilfe angeboten wird. Bitte um Hilfe, wenn sie nötig ist. Du musst das alles nicht alleine schaffen. An manchen Orten der Welt sagt man: “Um ein Kind groß zu ziehen braucht es ein ganzes Dorf.”. Und das stimmt. Mehr oder weniger. Aber was sicher ist, ist das nirgendwo geschrieben steht: eine Mutter soll möglichst alles ganz alleine schaffen. Wirklich.

So gern würde ich zu jeder frisch gewordenen Mama laufen und ihr mein Schildchen übers Bett nageln:

You are enough.

Da das aber nicht geht, möchte ich dieses kleine Mama-Set (bestehend aus dem Schild, einem Badezusatz, einem Körperöl und einer Süßigkeit) an eine Mama (egal ob irgendwann-vielleicht-mal-Mama oder bald-Mama oder Mama) verschenken. Lass mich einfach bis zum 07.06.15 um 12.00Uhr wissen, das dur an der Verlosung teilnehmen möchtest. Und wenn du Lust hast, warum du es gut gebrauchen kannst. Oder für wen du es haben möchtest. Weitere Bedingungen gibt es nicht. Es ist ein privates Geschenk von mir, ohne Kooperation o.ä..

Falls du Lust hast diesen Artikel zu teilen freue ich mich natürlich sehr.

Denn jede Mutter soll wissen: You are enough.

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Das Los hat entschieden: die Post geht an dich, liebe Lisapisablog!

Allen anderen Danke für eure Kommentare!

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