Das weniger oft mehr ist, hatte ich ja bereits im ersten Teil der Erstausstattung geschrieben. Und damit gehts auch gleich weiter. Denn ein paar wenige Sachen gehören noch auf die Liste.

Tragehilfe

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In meinem Artikel übers Tragen habe ich euch bereits erzählt, warum ich das Tragen so wundervoll finde. Gerade in den ersten Lebenswochen ist es nicht einfach nur wundervoll sein Kind zu tragen, es ist tatsächlich einfach auch praktisch und hilft vielen Frauen nach einiger Zeit zurück in den Alltag zu finden. Kinder können ab der Geburt getragen werden. Das Tragen (in einer angemessenen Trage, in der das Kind eine geeignete Körperhaltung einnehmen kann) birgt kein Risiko für das Kind oder den Tragenden. Leider gibt es einige weit verbreitete Tragehilfen, die NICHT für Neugeborene geeignet sind, obwohl der Hersteller angiebt, die Tragehilfe sei ab der Geburt verwendbar. Es gibt jedoch auch Tragehilfen, die wirklich ab der Geburt verwendbar sind. Vor allem solche, die aus Tragetuchstoff bestehen. Am geeignetsten für Kinder in den ersten Lebenswochen ist jedoch das klassische Tragetuch. Es passt sich einfach immer ans Kind an, das Kind kann darin die ideale Körperhaltung einnehmen und es ist leicht in der Anwendung. Wirklich. Oft erlebe ich, dass werdene Eltern vor dem Tragetuch abschrecken weil es so kompliziert und für manche auch zu „hippimäßig“ erscheint. Ist es aber nicht! Beides nicht! Die Vorraussetzungen sind dazu nur folgende: 1. das richtige Tragetuch. 2. die richtige Anleitung. Und dann muss man es vielleicht 2-3 Mal üben und dann läuft es wie von selbst! Wirklich wahr. Für unsere Erstausstattungsliste notieren wir also: ein Tragetuch. Ein fest gewebtes, kein flexibles. Nicht zu lang und nicht zu kurz. Also +/- 4,50Meter.

Schlafplatz

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Wo das Baby in den ersten Wochen schlafen wird, ist für die werdenden Eltern oft schon früh ganz klar. Und wenn das Kind dann geboren ist, ist es oft ganz anders. Und das ist ok so.

Wo der beste Schlafplatz für ein Neugeborenes ist, ist ganz klar. In der Nähe seiner Eltern. Was das jetzt ganz konkret heißt, entscheidet jede Familie für sich. Im Familienbett? Im Beistellbett? Im eigenen Bett im Zimmer der Eltern? Oder im eigenen Zimmer?

Es gibt nicht richtig oder falsch, es muss zu der Familie passen und allen beteiligten gut gehen. Was der Schlafplatz allerdings bieten sollte, ist immer gleich.

  • 1. eine gute Matratze
  • 2. einen guten Schlafsack
  • 3. Geborgenheit
  • 4. KEIN Kopfkissen

1. Eine Babymatratze kauft man am besten beim Fachmann und lässt sich dort beraten. Was sie aber auf jeden Fall sein sollte: hart. Eine Babymatratze darf nicht so weich sein, dass das Kind (auch wenn es irgendwann 8-10kg wiegt) darin einsinkt. Die Matratze sollte sehr gut gelüftet sein, bevor das Kind darauf schlafen soll.

2. Natürlich muss kein Kind im Schlafsack schlafen, sollte aber ein Schlafsack angeschafft werden, ist darauf zu achten, dass auch dieser aus natürlichen Fasern (also Baumwolle, Wolle, Bambus etc) hergestellt ist. Viele im Handel erhältliche Schlafsäcke sind mit Polyester oder Acryl gefüllt. Da das Kind darin mehrere Stunden pro Tag verbringt, lohnt sich hier eine größere Investition auf jeden Fall.

3. Der Schlafplatz sollte mit Liebe gestaltet sein. Ein Himmel oder ähnliches sind eine gute Möglichkeit den Schlafplatz Geborgenheit zu verleihen. 4. Babys keines Alters brauchen ein Kopfkissen. Auch wenn es „Babykopfkissen“ zu kaufen gibt- ein Baby braucht kein Kopfkissen. Es kann ihnen sogar erhebliche Schäden zufügen, da ihre Körper ganz anders proportioniert sind als die eines Erwachsenen.

Krabbeldecke

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Stimmt. Neugeborene können noch nicht Krabbeln. Und nicht sitzen. Das dauert eine ganze Weile bis sie dies können. Und deswegen sollen sie in den ersten Monaten nicht sitzen und auch nicht in eine aufrechte, sitzähnliche Position gebracht werden. Und deswegen gehört die Krabbeldecke für mich zur Erstausstattung.

Es ist ganz natürlich, dass wir unsere Kinder gerne immer in unserer Nähe haben möchten. Und manchmal können wir sie sogar ablegen. Dann nutzen viele Frauen oft die Chanze und gehen duschen, kochen oder esssen etwas. Das Kind bleibt immer in der Nähe. Im Idealfall liegt es so, dass es mit den Augen verfolgen kann, was wir tun. Und das kann es am allerbesten aus einer liegenden Position. Flach liegend. Auf dem Rücken. Oder wenn es sich nach ein paar Monaten selbstständig auf den Bauch drehen kann, auf dem Bauch. Flach liegen kann es in einer Wiege, einem Laufgitter oder einem Stubenwagen. Oder eben auf der Krabbeldecke.

Die Krabbeldecke ist im idealfall gut gepolstert und kuschelig warm. Sie kann von einem Raum in den nächsten gelegt werden (also von vor der Dusche neben den Frühstückstisch- voraugesetzt, das Kind lässt sich so lange ablegen). Man kann gut ein Stillkissen oder ähnliches herum drapieren, so wird es gleich ganz kuschelig gemütlich.

Babys gehören nicht in Schalen, Sitze, Hochstühle. Sie gehören in eine flache Position, da sie sich nur in dieser Lage frei bewegen können. Sind sie mehrmals am Tag in Babyaufsätzen für Hochstühle, Wippen oder ähnliches festgeschnallt, werden sie massiv in ihrer Bewegungsentwicklung gestört. Wenn Babys nach einigen Monaten selbstständig(!) sitzen können, sind sie bereit sebst mit am Tisch zu sitzen. Vorher nicht.

Und wenn die Kinder krabbeln können, sind sie schon längst nicht mehr auf der Krabbeldecke zu finden sondern an viel spannenderen Ecken des Raumes, denn die neue Freiheit will genutzt werden und die Welt erobert.

Was haltet ihr denn von einer „Erstausstattungsliste“ für die „Neumama“? Also mit Dingen, die eine Mutter nach der  Geburt für sich selbst brauchen kann? Und was würde auf eurer persölichen Ausstattungsliste für frische Mamas stehen? Ich freue mich auf eure Anregungen!

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