Alle Kinde dieser Welt haben das Recht mit einem liebevollen und wohlwollenden Blick gesehen zu werden.

Und dieses Recht beginnt nicht erst wenn die Kinder geboren sind. Es steht bereits den Ungeborenen zu. Eine achtsamen und respektvollen inneren Haltung hilft uns in der Begegnung mit den Kindern dieses Recht zu verwirklichen.

Oft erleben wir, dass dies garnicht so leicht ist. So höre ich zum Beispiel immer wieder: „Das Kind liegt FALSCH herum im Buch!“. Und immer wieder gruselt es mich und ich frage mich: wie kann ein Kind im Bauch seiner Mutter falsch liegen? Wie kann es etwas falsch tun? Dieses Wesen, das so wohlbehütet und jenseits von Gut und Böse heranwächst?

Es schein absurd zu glauben, dass irgendein Kind der Welt im Bauch seiner Mutter falsch liegen könnte. Und eigentlich meint man mit der Formulierung, dass das Kind in einer Steißlage (mit dem Po nach unten) liegt. Die meisten Kinder drehen sich gegen Ende der Schwangerschaft mit dem Köpfchen nach unten. Andere eben nicht. Auch ein Kind das in einer Steißlage liegt, kann spontan (also normal) geboren werden. An der Lage an sich ist nichts falsch und natürlich machen diese Kinder auch nichts falsch.

Ich wünsche mir, dass wir statt dieser Formulierung sage was wir eigentlich meinen: „Da Kind liegt mit dem Po nach unten.“ oder vielleicht: „Das Kind liegt andersherum als die meisten anderen Kinder es tun.“.

Denn die Worte und Formulierungen die wir nutzen formen unsere innere Haltung und die unseres Gegenübers ebenso.

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Wie sind deine Erfahrungen mit diesem Thema? Wie hast du es in deiner eigenen Schwangerschaft erlebt?

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